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Lichtwolf Nr. 27 - Titelthema: Arbeit Zeitschrift Lichtwolf
c/o Timotheus Schneidegger
Süderdeichstraße 6
26506 Norden
Telefon: 04931 9300-976
Telefax: 04931 9300-967
E-Mail: redaktion@lichtwolf.de
Internet: www.lichtwolf.de
Gründung: 2002
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Auflage: 750 Ex.
Seitenzahl: 44-52
Ein Heft voller Geschichten, Gedanken und Gedichte über Aufwand und Ertrag, Arbeit und Lohn: Lichtwolf Nr. 27 mit dem Titelthema "Arbeit"
wird gleich nach der Einleitung mit Ratschlägen des Ältesten in der
Runde eröffnet: Bdolf schreibt über seinen "Brotberuf" und die Härten,
die ein konventionelles Arbeitsverhältnis mit sich bringt. In die
gleiche Kerbe schlägt Fitzgerald Löhrmann, wenn er "Stalin als Chef"
beschreibt. Der Liebling dieser Saison ist Daniel Häni, Mitbegründer
der Initiative Grundeinkommen. Die mit ihm geführte Korrespondenz über
Porsche fahrende Putzfrauen, Sklavenhaltermentalität und den Wert
wirklich freiwilliger Arbeit kann man auch online lesen.
Auf diesen Seiten finden sich auch das Zahnrad-Gedicht von Norbert
Hildebrand sowie der erste Teil des Sextetts "Helden der Arbeit" von
Toby Hoffmann. Der Weise Miguel de Casco führt in „Die vier edlen
Wahrheiten“ der Arbeitswelt ein und Ivo Theele legt mit "Zumindest
Lohn" eine kleine politische Utopie vor, in der vom Lagerwahlkampf nur
noch das Arbeitslager geblieben ist. Stefan Schulze Beiering
beschäftigt sich mit Sinn und Unsinn dessen, was Geisteswissenschaftler
an der Uni noch und nöcher einüben sollen: Geisteswissenschaftliches
Arbeiten. Derweil liefert Toby Hoffmann weitere Miniaturen unter dem
Titel "Helden der Arbeit" und auch Norbert Hildebrand meldet sich immer
wieder mit seiner eigentümlichen Malocher-Poesie. Unter der Überschrift
"Entschädigung statt Almosen" stellt Schneidegger die marxistische
Lohntheorie auf existentielle Füße und antwortet dem Chef, wofür er uns
denn eigentlich bezahlt. In der zweite Episode von Löhrmanns "Kock und
Kardio" muss das abgewrackte T-shirt zur Resozialisierung an einer
Maßnahme der ARGE teilnehmen. Wolfram Heinrich belegt am Beispiel der
MPU, wie der Computer die Arbeitswelt veränderte und die Durchfallquote
beim Idiotentest hochschnellen ließ. Daneben ist ein Fund aus dem
Archiv abgedruckt: Ein maschinengeschriebener Kurztext, der es 2002
nicht in die Jungfernausgabe des Lichtwolf schaffte. Das Titelthema
beschließen Bdolf mit einer Phänomenologie des Lohnsklaven
("Freisetzung") und Judith Stieber, die uns wieder "Neues vom Hai"
gezeichnet hat (Der Hai mit seinem Alkoholproblem muss dieses Mal auf
Arbeit.).
In den hinteren Heftteil leiten Tina Wirtz' Kolumne über Kolumnisten
und der Fnord-Repord 27 über, der verschwörungstheoretisches Lob für
zwei wackere Mitstreiter im Kampf gegen die Illuminaten bringt. Die
neue Serie "Philosophie und Popkultur" eröffnet die IPuP-Press mit
einem Portrait Wittgensteins, dem Elvis Presley des linguistic turn. In
der zweiten neue Serie ("So funktioniert Literatur") stellt
Schneidegger die Frankfurter Straße Großer Hirschgraben und die hier
ansässigen Zuschussverlage vor. Dazwischen drei sozialphänomenologische
Prosa-Miniaturen von Johannes Witek sowie ein genau 80 Jahre alter
Tucholsky-Text zur Bankenkrise. Die Reihe "Lebende & Leichen"
bestellt Michael Helming zuletzt mit einem Portrait des französischen
Preußen, Briefeschreibers und Pfeiferauchers Adelbert von Chamisso. Und
dann ist das Heft leider schon wieder zu Ende. |